Wie die ABUS KG und Unit M Digitalisierung pragmatisch zum Wettbewerbsvorteil gemacht haben
Digitalisierung muss kein Mammutprojekt sein. Im Gespräch mit Dirk Dühlmann-Valdeig von der ABUS KG zeigt Stefan Koshold, wie aus einem konkreten Problem – Faxbestellungen, manuelle Prozesse und fehleranfällige Abläufe – Schritt für Schritt ein internationales Partnerportal entstanden ist.
Heute wird die Plattform in zahlreichen Ländern eingesetzt, verbindet unterschiedliche ERP-Systeme, unterstützt Fachhandelspartner im Tagesgeschäft und macht digitale Vertriebsprozesse messbar erfolgreicher.
Erfahre, wie ABUS gemeinsam mit Unit M aus einem operativen Engpass eine internationale digitale Plattform entwickelt hat, und warum pragmatische Digitalisierung oft erfolgreicher ist als der große Masterplan.
Worum es in dieser Folge geht
Viele Unternehmen denken Digitalisierung zu groß, zu theoretisch oder zu technisch. ABUS ist einen anderen Weg gegangen: pragmatisch, nutzerorientiert und konsequent am Mehrwert für Fachhandelspartner ausgerichtet.
Aus dem ursprünglichen Ziel, Bestellungen einfacher und fehlerärmer abzuwickeln, wurde über die Jahre eine umfassende B2B-Plattform mit Produktinformationen, Preisen, Verfügbarkeiten, Bestellfunktionen, Marketingmaterialien, Montageanleitungen und Beratungsfunktionen.
Die wichtigsten Themen der Folge
Von Faxbestellungen zu digitalen Prozessen
Früher kamen viele B2B-Bestellungen per Fax, Telefon oder Post. Das bedeutete manuellen Aufwand, Rückfragen, Fehlerquellen und Verzögerungen. Das Partnerportal schuf einen digitalen Kanal, über den Bestellungen direkt und strukturiert verarbeitet werden konnten.
Mehr als ein Webshop: ein echtes Partnerportal
ABUS wollte nicht nur eine Bestellplattform schaffen. Ziel war ein Portal, das Fachhandelspartner im Alltag unterstützt: mit Produktdaten, technischen Informationen, Preisen, Lieferstatus, News, Medien, Montageanleitungen und Marketingmaterialien.
Entlastung für Vertrieb und Kundenservice
Das Portal ersetzt nicht den Außendienst — es stärkt ihn. Routineprozesse werden digitalisiert, während Beratung, Sortimentsgestaltung und Kundennähe mehr Raum bekommen.
Bessere Beratung am Point of Sale
Ein besonderes Beispiel ist der Showroom-Modus: Fachhändler können Produkte gemeinsam mit Endkunden präsentieren, ohne vertrauliche Einkaufspreise sichtbar zu machen. So wird das Portal direkt zum Beratungswerkzeug im Verkaufsgespräch.
Internationale Skalierung mit kleinem Team
Heute laufen zahlreiche Partnerportal-Instanzen auf einer gemeinsamen technologischen Basis — mit mehreren Sprachen, unterschiedlichen ERP-Anbindungen und weiteren B2C-Instanzen. Möglich wurde das durch eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ABUS und Unit M.
Was Unternehmen aus dem Projekt lernen können
Digitalisierung wird erfolgreich, wenn sie konkrete Probleme löst. Nicht die Technologie stand bei ABUS im Vordergrund, sondern der Nutzen: weniger Fehler, schnellere Prozesse, bessere Informationen, mehr Transparenz und stärkere Fachhandelspartner.
Die Folge zeigt, warum iterative Entwicklung, klare Priorisierung, Nutzerfeedback und Zusammenarbeit auf Augenhöhe entscheidend sind, wenn digitale Plattformen langfristig erfolgreich sein sollen.
Für wen ist diese Folge besonders spannend?
Für Entscheiderinnen und Entscheider aus B2B-Vertrieb, E-Commerce, Digitalisierung, IT und Geschäftsführung, die wissen möchten, wie digitale Vertriebsplattformen pragmatisch aufgebaut, erfolgreich skaliert und dauerhaft weiterentwickelt werden können.
Über den Gast
Dirk Dühlmann-Valdeig ist Senior Web Developer und Datenschutzkoordinator bei der ABUS KG in Wetter. Seit vielen Jahren begleitet er die Entwicklung und Weiterentwicklung des ABUS Partnerportals und gibt in dieser Folge einen offenen Einblick in Entstehung, Nutzen und Erfolgsfaktoren der Plattform.
Sie können Dirk Dühlmann-Valdeig unter der Emailadresse dirk.duehlmann@abus.de erreichen.






